29.09.2007 26-Stündiger Dauereinsatz Hochwasser

Alarmzeit:            Sa 04:15
Einsatzende:        So
06:20
Einsatzstichwort: H 3 / F 1
Einsatzort:           Samtgemeinde Baddeckenstedt
 


Die Feuerwehr Baddeckenstedt wurde innerhalb eines 26-Stündigen Dauereinsatzes zu mehreren Hilfeleistungen innerhalb der Samtgemeinde Baddeckenstedt angefordert. Eine genauere Übersicht über die Anzahl der Einsätze kann zu diesem Zeitpunkt noch nicht gegeben werden. Der erste Hochwassereinsatz führte nach Oelber am weißen Wege. Die Feuerwehr Baddeckenstedt leitete das Wasser, was vom Hang oberhalb der Straße "Am Scheidebusch" kam und über die Lichtenbergerstraße floss in die Kanalisation ab. Weitere Kräfte der Feuerwehr Baddeckenstedt kümmerten sich um die Wassermassen auf dem Gelände des Seniorenheimes. Die Feuerwehr Oelber und Sehlde räumten mit einigen Baddeckenstedter Wehrleute einige Möbel aus dem Erdgeschoß in nicht gefährdete Räume. Weiterer Einsatzschwerpunkt, wo die Feuerwehr Oelber und Heere eingesetzt wurde, war der Bereich in näheren Umkreis von Schloss Oelber. Im Einsatz waren die Freiwilligen Feuerwehren aus Sehlde (Tanklöschfahrzeug und Einsatzleitwagen), Heere, Badeckenstedt Danach rückte die Feuerwehr Baddeckenstedt wieder ein. Nach ca. einer halben Stunde, wurde wieder Alarm für die Feuerwehr Badeckenstedt ausgelöst.
Diesmal ging es nach Gustedt wo in der Osterstraße zwei Keller ausgepumpt wurden.
Zwischenzeitlich wurde in Gustedt eine Technische Einsatzleitung (TEL) errichtet die zusammen mit der Örtlichen Einsatzleitung der Samtgemeinde Baddeckenstedt die Einsätze in der Samtgemeinde Baddeckenstedt koordinierten. Nebenbei wurde auch die Kreisfeuerwehrbereitschaft Ost des Landkreises Wolfenbüttel angefordert, die einen Regenrückhaltebecken auspumen sollte.
Danach ging die Feuerwehr Baddeckenstedt in Oelber in Bereitstellung.
Der nächste Einsatz führte die Feuerwehr Baddeckenstedt nach Sehlde um auf dem Bleecke die Sehlder Feuerwehr bei Pumparbeiten zu unterstützen. Es wurde eine Tauchpumpe auf einen Grundstück gesetzt und eine Tragkraftspritze (TS) auf der Straße in Stellung gebracht um einen Regenabwasserschacht zu entlasten. Dann musste die Feuerwehr Baddeckenstedt nach Baddeckenstedt verlegen, weil langsam Baddeckenstedt anfing im Wasser zu versinken. Zuerst wurde auf der Lindenstraße ein Garten ausgepumpt.
Parallel dazu musste der Rübenschnellweg gesperrt werden, weil dieser mit Wasser voll lief.
In dem Bresslauerweg wurde eine Gerageneinfahrt ausgepumpt.
Dann ging es zur Kreissparkasse, wo ebenfalls das Grundstück voll lief und das Wasser im Tresorraum eindrang. Es wurde versucht das Wasser mit Bohlen vom Gebäude abzuhalten. Auf Grund der Wassermaßen die drohten ins Gebäude zu fließen, wurden Sandsäcke angefordert. Die Sandsäcke wurden vom THW Wolfenbüttel angeliefert. Beim Stapeln der Sandsäcke stellte sich heraus dass die Bank nicht zu halten ist und wurde aufgegeben. Bei der Sparkasse unterstützten uns neben dem THW Wolfenbüttel noch die Ortswehren aus Haverlah und Oelber. Beim Abrücken von der Einsatzstelle machte sich eine Anwohnerin bemerkbar das Sie auch Sandsäcke benötigt, die wir dann lieferten und stapelten. Anschließend ging die Wehr in Bereitstellung am Feuerwehrhaus. Weiter ging es zur Gärtnerei Rollwage an der B6 um Sandsäcke zu stapeln und einige Gegenstände rauszutragen. Da der Wasserpegel an der Innerste und dem Hengstebach weiter stiegen wurden weitere Sandsäcke für die Insel, Breslauer Weg und Zur Rast (B6) angefordert. Die Örtliche Einsatzleitung verlegte nach Baddeckenstedt. Inzwischen stieg das Wasser vom Rübenschnellweg über dem parallel verlaufenden Bahndamm, so dass der Zugverkehr auf der Strecke Hildesheim - Goslar eingestellt werden musste.
Inzwischen wahren auch mehrere Feuerwehren in Baddeckenstedt aus der Samtgemeinde Baddeckenstedt eingesetzt die an verschiedenen Orten entweder pumpte oder Sandsäcke stapelte.
Da das Wasser weiter stieg musste die Bundesstraße 6 im Bereich Baddeckenstedt zwischen der Abfahrt Klein Elbe und Oelber voll gesperrt werden. Der Verkehr musste großräumig diesen Bereich umfahren. Aufgrund des hohen Pegels der Innerste und des Hengstebaches und da die Harzwasserwerke planten den Ausfluss der Innerstetallspere auf 50 m³/s zu erhöhen wurde eine Evakuierung der Bevölkerung in diesen Bereich in Betracht gezogen. Die Evakuierung sollte am Sonntag gegen 3 Uhr erfolgen. Die betroffenen Anwohner wurden von der Feuerwehr informiert. Die Rundfunkanstalten gaben ebenfalls Informationen über die mögliche Evakuierung. Als Sammelunterkunft wurde die Turnhalle Klein Heere und die Sporthalle Groß Elbe vorgesehen. Zur Evakuierung kam es nicht, da der Pegel der Innerste langsam sank.  Während der Nacht kam es in Baddeckenstedt zu zwei Rauchentwicklungen. Einmal in der Straße Zur Rast, der durch Feuerwehren der Samtgemeinde bekämpft wurde und im  Bresslauerweg. kam ein Zug, der Kreisfeuerwehrbereitschaft Ost des Landkreises Peine zum Einsatz. Kurz nach 6 Uhr gingen die Baddeckenstedter Feuerwehrleute nach Hause um sich erstmal auszuruhen. Weitere Einsätze werden durch andere Feuerwehren abgearbeitet.

 

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