Umstellung der Alarmierung

In diesem Jahr ist die Umstellung von der Analogen Alarmierung auf die Digitale Alarmierung geplant. Ein Grund für die Umstellung der Alarmierung ist unter anderem, dass in naher Zukunft die Infrastruktur der bisherigen Alarmierung wegfällt. Die Analoge Alarmierung findet im  4m-Band statt, auf dem auch der Sprechfunkverkehr läuft. Die Digitale Alarmierung findet im 2m-Band statt. Spätestens nach der Umstellung auf Digitalfunk stehen diese Frequenzen der BOS (Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben) für die Alarmierung nicht mehr zur Verfügung.

Die Vorteile der Digitalen Alarmierung sind:

  • Trennung Alarmierung und Sprechfunk
    Die Alarmierung findet auf einer anderen Frequenz statt, als der Sprechfunk, somit kommt es nicht mehr zur Belegung des Sprechfunkkanals durch die Alarmierungen.

  • Schnellere Alarmierung der Einsatzkräfte

  • Verschlüsselung der Alarmierung möglich
    .
  • Durch den Feldstärkenalarm wird Signalisiert ob man sich noch im Empfangsbereich des DAU (Digitaler Alarmumsetzer) befindet.
 

Nachteile der Digitalen Alarmierung

  • Keine Sprachdurchsage mehr

  • Bei Nur Ton-Melder (DME I) keine genaueren Information über den Einsatz,
    lediglich die Einsatzart kann durch die Unteradresse signalisiert werden.

  • Digitale Alarmierung kann auch von unberechtigten empfangen und mit
    Funkscanner und PC ausgewertet werden, wenn die Alarmierung unverschlüsselt erfolgt

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Durch die Umstellung der Alarmierung muss eine neue Infrastruktur geschaffen werden.
So ist ein Digitaler Alarmgeber (DAG) erforderlich, über den die Alarmierung erfolgt, diese wird über einen MASTER-DAU (erster Alarmumsetzer) im Schneeballprinzip ausgesendet.
Alle weiteren DAU empfangen das Signal und senden das Signal erneut aus zum nächsten DAU (DAU 1 nach DAU 2, DAU 2 nach DAU 3 … DAU 29 nach DAU 1) bis die Alarmierung wieder am MASTER-DAU ankommt und dort den erfolgreichen Abschluss des Alarms signalisiert. Es ist auch möglich die Alarmierungszeit erheblich zu verkürzen, indem man den Alarmierungspfad entsprechend anpasst (DAU 1 nach DAU 12, DAU 12 nach DAU 13, DAU 13 nach DAU 1) .Somit kann die Alarmierung von einen DAU ausgesendet werden, der für einen Ort zuständig ist.

 

Die vom DAU ausgestrahlte Alarmierung empfangen auch die Digitalen Sirenenempfänger (DSE) und die Digitale Meldeempfänger (DME).

 

Sollte der ausgesendete Alarm mit der Adresse vom DME übereinstimmen, dann löst der Meldeempfänger aus.

 

Empfängt der DSE ein Alarm mit seiner Adresse  läuft die Sirene an und gibt das Signal aus, was in der Unteradesse Signalisiert wurde. (Probealarm, Feueralarm, Rundfunkgeräte einschalten und Entwarnung).